Im strömenden Regen strampeln wir los, um Gangnam zu erkunden. Seoul ist riesig, und so brauchen wir eine ganze Weile mit den Rädern, bis wir am anderen Ende der Stadt ankommen. Das Viertel der Superlative empfängt uns mit gigantischen Straßen, endlosen Glasfassaden und unglaublich großen Werbetafeln.
Um dem Regen zu entkommen, erkunden wir Shopping Malls, die Programm für mehrere Tage bieten, inklusive der beeindruckenden Starfield Bibliothek. Draußen ragt der Lotte World Tower als einer der höchsten Wolkenkratzer der Welt (555 Meter hoch) in den grauen Himmel und natürlich darf auch ein Abstecher zum Psy-Denkmal nicht fehlen. Mithilfe eines Videos kann hier der berühmte Gangnam-Style nachgetanzt werden.
So ein kompletter Regentag ist nicht wirklich toll. Wir versuchen das Beste daraus zu machen und freuen uns auf die Weiterreise auf ruhigeren Radwegen ohne Regen. Zum Abschied essen wir im Einkaufszentrum zu Abend, es gibt glitschige Reisnudeln als vegetarische Option, die man unglaublich lange kauen muss – erinnert ein bisschen an Gummibärchen-Schnüre. Oder Regenwürmer? Die Kinder probieren mutig. Ich würde das Gericht nur im Notfall noch einmal bestellen.
Nach den Tagen in der Stadt sehnen wir uns nach Natur. Endlich sind wir stolze Besitzer des koreanischen Bike Pass und sammeln nun fleißig Stempel für die gefahrenen Kilometer. So wird aus jedem Etappenziel ein kleines Abenteuer. Wir halten immer Ausschau nach den roten Telefonzellen entlang der Radwege, denn hier kann man sich den Pass abstempeln.
Wie toll!
Das motiviert die Kinder.