Finale in Taipei: Der Abschied naht

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Dieser Artikel wurde von Louis (8 Jahre) verfasst.


Taiwan ist wirklich sehr viel heisser als Korea. Es ist so krass heiss, dass man schon schwitzt, wenn man einfach nur herumsteht. Es ist immer angenehm wenn man in einen Laden geht. Es ist wie als würde eine Lawine aus Schnee und Eis über dem Kopf zusammenbrechen. Was aber auch oft, hilft ist ein Tee aus der Kühltruhe vom 7-Eleven. Apropos 7-Eleven: manche Leute laden ihr Handy dort. Es gibt auch Filialen, die Internet oder Toiletten haben. Auf jeden Fall gebe ich mich dort mit einer leckeren Nudelsuppe am Abend zufrieden.

Die Radwege sind zum Teil keine Radwege. Wir sind nämlich eine 15 km lange Schnellstraße gefahren. Aber nach diesen 15 km kamen dann schöne Radwege durch dicht bewachsene Mangrovenwälder.

Wir schlafen weniger als gedacht im Zelt. Bei diesem Wetter will aber auch niemand im Zelt schlafen. Es ist super heiss bei einer Tiefsttemperatur von 25 Grad in der Nacht. Ich nehme jedenfalls lieber das klimatisierte Zimmer.


Die Strände sind super schön. Wir fahren mit einer Fähre auf eine Insel. Diese Insel ist aber keine normale Insel, denn von der Insel kann man Meeresschildkröten beobachten. Mit Schnorchelausrüstung, Schwimmwesten und Unterwasserkamera bewaffnet suchen wir nach Schildkröten. Drei Minuten später sehen wir schon eine. Wir waren im Wasser ganz nah dran und konnten sie fast berühren. Sie waren super gross! Apropos Tiere beobachten: In einem Forest Park mit Höhlen und Palmen haben wir Affen gesehen.


Wir haben versucht mit dem Zug nach Taipei zu kommen. Zug fahren hat ja bisher immer geklappt. Aber diesmal durften wir mit den Fahrrädern nicht ganz nach Taipei fahren. Die Frage bis wo wir mitfahren dürfen, hat keiner verstanden. Im Gegenwind fahren wir (mit dem Rad) zum nächsten Bahnhof. Von dort durften wir auch nicht nach Taipei, aber eine Station vorher darf man mit Fahrrädern aussteigen und die ist sogar näher an unserer Unterkunft. In Taipei angekommen fahren wir erst einmal in die Unterkunft.
Am nächsten Morgen fährt uns die Metro zum Taipei 101, dem elfhöchsten Turm der Welt mit 500m. Der Name leitet sich von der Anzahl Stockwerke ab, er hat nämlich 101 Stockwerke. Zwischen dem 87 und 92 Stock hängt eine 66O Tonnen schwere Stahlkugel, die dafür dient, dass bei Erdbeben oder starken Winden der Turm nicht fällt. Von oben hat man einen fantastischen Ausblick.




Am nächsten Tag fahren wir zur Unterkunft am Flughafen. Von dort aus holen wir die Kartons für die Tandems, die wir in einem alten verfallenen Haus versteckt haben, um uns den Aufwand zu sparen alle Kartons wieder neu zu besorgen. Wir packen jetzt die Fahrräder ein und hoffen, dass wir einen guten Flug haben. Mir hat die Reise super gut gefallen, ich freue mich aber auch bald wieder zu Hause zu sein.


Letzte Worte von Valentin:

Wir waren jetzt über sechs Wochen wie Nomaden unterwegs und haben jeden Tag Neues entdeckt: Fremde Gerüche, Sprachen, Gepflogenheiten, Essen. Und kaum einmal sind wir an einer Stelle zwei Nächte geblieben, immer weiter sind wir gerollt. Insgesamt sind es 1.500 km geworden und fast 10.000 Bergauf-Höhenmeter. Wir sind sehr minimalistisch unterwegs, d.h. keiner hat mehr als zwei T-Shirts oder Unterhosen dabei und alles muss erst an Papas Gepäckpolizei vorbei, bevor es in die Packtaschen wandern darf. Dennoch sind die Tandems schwer und wir daher langsam, meist fahren wir so um die 50 km am Tag bei 3-4 Stunden im Sattel.
Die Kinder haben es geschafft mit allen Strapazen (Pannen, Regen, Gegenwind, Verkehr, Feuerquallen, Mückenstiche usw.) umzugehen, sich auf neue Umgebungen einzustellen und gewiss zu sein, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt. Ich bin sicher, dass sie sich ihr Leben lang an diese Reise erinnern werden. Für unsere Familie war das eine wunderbare Abenteuer-Auszeit und wir sind dankbar, dass unsere Arbeitgeber und die Schule in Zürich das ermöglicht haben.


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