Marokko-Tandem

Auf die nächsten 2000

von Sarah · 9. September 2012 · 3 Min. Lesezeit · Marokko-Tandem 2012
Auf die nächsten 2000
Sigma-Fahrradcomputer zeigt 2088 Kilometer Gesamtstrecke an.
Auf die nächsten 2000!

Radfahrer mit Tandem auf Küstenstraße zwischen Felsklippen und Mittelmeer

Es gibt einen Grund zum Feiern! Wir haben heute die ersten 2000 Kilometer bewältigt. Die Tage vergehen viel zu schnell, obwohl wir immer recht früh aufstehen. Meist kommen wir gegen Nachmittag an einem Campingplatz an und bis man dann das Zelt aufgebaut hat, die Socken gewaschen und die Zutaten für ein leckeres Abendessen eingekauft hat, wird es fast schon wieder dunkel. Nach vier langen Tagen ohne Internet haben wir heute glücklicherweise einen schönen Platz mit Wifi gefunden und können nun rückblickend ein wenig berichten: Unser Zelt haben wir unter einer Palme direkt am Meer aufgebaut. Das Meeresrauschen ist beruhigend und garantiert uns eine entspannte Nacht, da so die lauten Spanier übertönt werden, die in ihren Dauercampingparzellen des öfteren Grillparties bis spät in die Nacht feiern.
Ansonsten sind die Spanier, mit denen wir bisher Kontakt hatten, aber alle sehr freundlich und helfen uns gerne mit Hämmern zum Heringe hereinschlagen oder mit Korkenziehern aus.

Kurvenreiche Küstenstraße bei Sonnenuntergang mit Meerblick und Felsküste
Sonnenaufgang an der hügeligen Küstenstraße

Bunte Mehrfamilienhäuser spiegeln sich in einem ruhigen Fluss wider.
Altstadt von Girona

In Lloret de Mar betrachten wir die Scharen von Touristen, die sich um den schmalen Streifen Sandstrand prügeln und blicken zurück, wie wir hier vor sechs Jahren unser Abitur gefeiert haben.
Ganz anders ist es, als wir unserer Route weiter in den Süden folgen und fernab der TUI-Gebiete entlegene Buchten finden, die wir samt Tandem im Schlepptau hinunterklettern und uns eine kurze Erfrischung im Meer gönnen.

Straßenszene mit Zoo-Schriftzug, Palmenbäume, Geschäfte und Passanten.
Kneipenviertel in Lloret de Mar

In den Süden führt leider oft nur die Autobahn, die für uns nicht in Frage kommt und eine parallel verlaufende Bundesstraße, die streckenweise zwar sehr gut zu fahren, oft jedoch aufgrund des vielen Verkehrs nicht sonderlich schön ist. Daher versuchen wir so oft es geht direkt am Meer zu fahren. Manchmal verlieren wir uns dann in verzweigten Trampelpfaden und müssen das Tandem mehrere Kilometer durch den Busch schieben, bis wir wieder eine befahrbare Straße erreichen. Ich mag diese kleinen Abenteuer sehr, aber Valentin, der das Tandem dann meist über diese Hindernisse tragen muss, eher weniger. Das GPS hilft uns dann zum Glück immer wieder aus dem Schlamassel heraus. Bei diesen Abstechern entdecken wir aber auch schöne Orte, wie diesen See mitten im Wald.

Fluss mit Waldufern und spiegelglatter Wasseroberfläche bei klarem Himmel.
Person in blauem Shirt klettert Betonwand hinab, Rucksack und Textilien sichtbar.
Beschwerliche Wege für das Tandem

Auch wenn ich nach vorne nicht sehr viel sehe, bin ich nun Expertin für Bäckereien und Feigenbäume geworden, die ich am Wegrand erspähe. Kosten sie im Supermarkt ein Vermögen, schmecken sie dann selbst gepflückt und für umsonst umso leckerer.

Hand hält Packung Fortin Vollkorn Haferflocken vor Meeresbucht und blauem Himmel.
Dies ist ein sinnfreies Bild

Nach den ganzen Schokostückchen freuen wir uns, als wir im Aldi-Nord auf Haferflocken und Schokomüsli stoßen und so frühstücken wir wie zuhause – nur mit Meerblick. Die neugierigen Blicke der Einheimischen, wenn wir uns am Strand abduschen, dabei die Töpfe spülen und im Anschluss noch schnell Zähneputzen, stören uns mittlerweile auch nicht mehr.

Sagrada Família Basilika mit fünf Türmen gegen blauen Himmel, Bäume im Vordergrund
Sagrada Familia

Paella in schwarzer Pfanne mit Gemüse, Zitronenscheibe und Fleisch.

Hier in Spanien kosten selbst kleine Kirchen hohen Eintritt und so verzichte ich meist auf einen Besuch. Sehr gerne hätte ich mir die Sagrada Familia angesehen, doch die Schlange war länger als die vor dem Petersdom und so begnügten wir und auch hier mit der Außenansicht. Dafür schlenderten wir die Ramblas herunter und aßen in einem Straßencafé eine Paella.

1 Kommentar

  1. Reinhard
    18. Sep 2012

    Herzlichen Glückwunsch, lieber Valentin, und Grüße an Sarah
    Reinhard

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